Nebelträume Blog

…Fotos, Bilder, Gedichte und mehr…

Die Geschichte vom Dachs (Vorgeschichte)

Anfang diesen Jahres begann ich wieder häufiger Spaziergänge und Wanderungen zu machen. Hier führte mich mein Weg oft in einen Wald ganz bei mir in der Nähe, den ich schon mit meinem Opa besuchte, als ich noch zur Grundschule ging. Vor einigen Jahren habe ich dort einen Ort gefunden, den ich vorher nicht kannte – einen recht großen Steinbruch.  Es ist dort ziemlich unwegsam weshalb ich zuvor nur am oberen Rand gewesen war. Als ich nun irgendwann im April beschloss ihn mal genauer zu erkunden fand ich beim Herabsteigen einen Bau mit recht großem Eingang und deutlichen Spuren in der Nähe des Eingangs. Am ehesten erklärte ich mir die Spuren mit Füchsen. Sofort war mein Interesse geweckt. Ich verbrachte im Folgenden viel Zeit dort in der Hoffnung vielleicht einmal einen Fuchs, am liebsten noch mit Jungen, zu sehen. Leider blieb mir das verwehrt und durch die Lektüre diverser Internetseiten und Bücher wurde mir klar, dass es wohl schon recht spät für Jungfüchse wäre.  Außerdem las ich, dass die Fuchsfamilie in dieser Zeit im Jahr den Bau verlassen würden um im Freien an versteckten Orten ohne Bau zu leben. Wenig später stellte ich fest, dass die Benutzungsspuren beim Bau nachließen und er offensichtlich verweiste.

Ich besuchte ihn nur noch selten und bei jedem Besuch bot sich mit das gleiche Bild eines verlassenen Baus. Nach den Sommerferien – etwa Mitte bis Ende September – viel mir im Wald oberhalb des Steinbruchs viele kleine Grabestellen auf. Zunächst dachte ich mir nichts dabei und schob es auf die Hunde, die dort regelmäßig von ihren Besitzern gassi geführt werden. Irgenwann danach begutachtete ich mal wieder den Bau und sah sofort, dass zwischenzeitlich wieder etwas hier gewesen sein musste. Es waren deutlich ausgetretene Spuren zu sehen die vom Bau wegführten. Ich freute mich weil ich dachte, dass „mein“ Fuchs vielleicht wieder eingezogen sei. In der folgenden Zeit beobachtete ich den Bau wieder genauer. Gleichzeitig viel mir auf, dass irgendetwas den Waldboden in der Nähe immer weiter aufwühlte und auch den Bau zu erweitern schien. Eines Tages sah ich dann in einiger Entfernung zum Bau etwas, dass ich zunächst für eine Hundetoilette hielt. Zu Füßen eines Ilexstrauchs fanden sich einige kleine Gruben mit jeweils einer Hinterlassenschaft.

 

Losung eines Dachses
Dachstoilette?

 

Ich bin selber kein Hundehalter, aber ich konnte mich nicht daran erinnern, dass Hunde immer an eine Stelle gehen und ihr Geschäft in Gruben versenken. Also bemühte ich mal wieder googel um eine Antwort zu finden. Was ich fand überraschte mich. Offensichtlich erleichterten sich Dachse auf diese Weise. Ich versuchte herauszufinden, ob es welche in meiner Umgebung gab, fand aber nur eine allgemeine Aussage, die aber darauf schließen ließ, dass es zumindest möglich sei.

Ich beschloss für mich, dass es ein Dachs sein könnte – in Anbetracht dessen, dass mir derartige Spuren vorher in all den Jahren noch nie aufgefallen waren, wahrscheinlich ein Tier, dass neu hierhergesiedelt war. Im Folgenden untersuchte ich die Hinterlassenschaften genauer (- JA! irgendwie ein Stück eklig 😉 )wobei mir auffiel, dass sich eine große Anzahl Maiskörnen finden ließen und es nicht nach Hundekot roch. Noch etwas weiter entfernt hatten im Sommer Waldarbeiter eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Ein gutes hatte es jedoch: An dieser Stelle gab es eine Menge feuchten Boden und so ideale Möglichkeiten nach Spuren zu suchen. Zu diesem Zeitpunkt suchte ich immer noch eher nach Fuchsspuren, was ich fand war aber etwas anderes:

 

Trittsiegel vom Dachs
Dachsspuren?

 

Da ich am Computer schnell sah, dass Fotos nur sehr wage die Spuren erkennen ließen beschloss ich am nächsten Tag Abgüsse aus Gips anzufertigen.

 

Gipsabguss der Spur

 

Ich musste dabei jedoch feststellen, dass ich anscheinend einen falschen Gips benutzt hatte, der ewig brauchte um zu trocknen. Während ich wartete suchte ich noch einmal die Umgebung ab in der Hoffnung noch weitere Spuren zu finden. Ganz in der Nähe fand ich auch noch eine, die ich entweder übersehen hatte oder die frischer war:

Trittsiegel
weitere Spuren

 

Hier waren deutlich die Spuren von Vorder- und Hinterfuß übereinander zu sehen, etwas, dass ich im Web besonders bei Dachsspuren gesehen hatte. Außerdem vermeinte ich (im Gegensatz zu Hundespuren) fünf Zehen zählen zu können. Sicher bin ich mir aber nach wie vor nicht… Nach diesem Tag habe ich an der Stelle bisher keine Spuren mehr finden können, allerdings liegt der Bereich auch eher außerhalb des vermeintlichen Reviers (wenn man nach den Grabespuren geht). Auch zu dieser Zeit habe ich viele Abende gegenüber des Baus verbracht und gehofft, mal einen Blick auf den Bewohner werfen zu können, jedoch ohne Erfolg. Zu früh wurde es dunkel, so dass man kaum noch etwas erkennen konnte…

Soweit zur Vorgeschichte. Wie’s weitergeht könnt ihr bald in Teil 2 lesen…

Noch keine Kommentare.

Kommentar hinterlassen

*wird nicht angezeigt

XHTML erlaubte Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Nebelträume Blog läuft unter Wordpress 4.4.21
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates